Der philosophische Begriff Nunc Stans beschreibt das Jetzt im Verhältnis zur Ewigkeit – ein zeitloser Moment, in dem die Musik verankert ist. Er steht für eine unmittelbare, lebendige Kultur, die nicht distanziert, sondern direkt erfahrbar ist. Musik, die sich dem Publikum öffnet.
Vier brandneue Kompositionen zum Thema Nunc Stans und ein Klassiker von Vinko Globokar aus dem Jahr 1969, mit absurd-anarchistisch-improvisatorischem Ansatz, featuren die Oboenfamilie und die Klangvielfalt ihrer teils exotischen Vertreter: vom rauen Lupophon über die samtige Baritonoboe, die warmen Nuancen des Englischhorns bis zur zarten Musette. Es erwarten uns kühne Harmonien, berührende Klanglandschaften, manchmal auch der schiere Wahnwitz.